Katholische Pfarrgruppe Rheinhessische Schweiz

                                                                       mit den Gemeinden Eckelsheim, Frei-Laubersheim, Fürfeld, Gumbsheim, Neu-Bamberg, Siefersheim, Stein-Bockenheim, Tiefenthal, Wöllstein, Wonsheim                                                                                                                      



Liebe Gemeinde, liebe Leser*innen, wir möchten Sie einladen, mit uns zur Vorbereitung des Josefstages am 19. März im  Jahr des Heiligen Josefs, das Papst Franziskus am 8. 12. 20 anlässlich der 150. Jahrestages der Ernennung des Heiligen zum Patron der ganzen Kirche ausgerufen hat, eine Novene zu beten.

Eine Novene ist ein Gebet an neun aufeinander folgenden Tagen zur Vorbereitung eines Festes oder einer anstehenden Entscheidung. Es besteht aus gleichbleibenden Teilen und aus Elementen, die sich von Tag zu Tag ändern. Wir beginnen  unsere Novene am 11. März und beenden sie am 19. März, dem Fest des Heiligen Josefs, dem Bräutigam der Gottesmutter. Die sich verändernden Teile werden die Schriftlesung, der Impuls und das Schlussgebet sein sowie das Gesätz vom Rosenkranz, welches  versuchen wird, Aspekte des Lebens und der Bedeutung des Heiligen zu reflektieren. Inhaltlich wird unsere Novene sich mit den Gedanken des Apostolischen Schreibens "Patris Corde" unseres Heiligen Vaters auseinandersetzen, das wir hier natürlich zur Lektüre empfehlen.

1. Tag der Novene am 11. März 2021

1. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.  Amen.

2. Da alle vier Evangelien Jesus, den Sohn Josefs nennen, wollen wir an unsere eigenen Väter denken und auch an unsere Söhne und Töchter, wenn wir zu denen gehören, die den Segen der Elternschaft erleben durften. So beten wir ein Gesätz des Rosenkranzes und blicken dabei auf Jesus, der in allen Evangelien Sohn des Josefs genannt wird. Mit diesem Gedanken beginnt auch das päpstliche Rundschreiben.

3. Lesung nach dem Rosenkranzgesätz:  Mt 1,1-17 Der Stammbaum Jesu

4. Impuls: Wir kennen diesen Text, da er im Advent und in der Weihnachtszeit uns Jahr für Jahr begegnet. Weil der Messias ein Nachfahre des großen Königs David sein musste, darf die Nennung Josefs im Stammbaum hier nicht gering geschätzt werden. Sie offenbart dem gläubigen Menschen zur damaligen Zeit, dass sich in diesem Kind Josefs und Mariens alles erfüllen wird, was Abraham und allen Propheten über David hinaus verheißen wurde jetzt in Erfüllung geht. Josef, der Vater des Heilands und Begleiter  und Beschützer der kleinen Familie auch und besonders in den schwierigen Zeiten, trägt Sorge dafür, dass dieses Kind am Leben bleibt, die richtigen Wege einschlägt, um später seinen Auftrag zu erfüllen. Jeder von uns wird in seiner Familie und unter seinen Vorfahren Spuren finden, die bereits andeuten, weshalb sein oder ihr Leben so geworden ist wie es jetzt gerade ist - mit seinen Aufgaben, Möglichkeiten und Sichtweisen für die Welt, in die Gott uns alle gesandt hat. Wir können in Josef eine der Wurzeln ansehen, aus der wir Nahrung und Inspiration für unser geistliches  Leben schöpfen. Auch uns gilt die Verheißung auf Zukunft, die Abraham mit  David über alle Generationen hinweg teilte und die sich in ihrer Fülle in der Geburt des Heilands zeigte. Bis heute wird uns Menschen in jedem Kind Zukunft geschenkt. Es werden Türen geöffnet, die das Betreten von ungeahnten Räumen ermöglichen, wenn wir in Treue zum Leben die Sorge für die anvertrauten Kinder umsetzen.

5. Bitten: 

Wir bitten für alle, die in diesen Tagen ein Kind erwarten.

Auf die Fürsprache des Hl. Josefs möge der Herr sie segnen!

Wir bitten für alle, die sich ihrer Verantwortung als Vater stellen. Lass sie das Heranwachsen ihrer Kinder mit  viel Freude und Liebe erleben.

Auf die Fürsprache des Hl. Josefs möge der Herr sie segnen!

Wir bitten für alle, die  von den Erfahrungen ihrer Vorfahren und Angehörigen profitieren. Mögen Sie in Freiheit Altes mit Neuem verbinden  können!

Auf die Fürsprache des Hl. Josefs möge der Herr sie segnen!

Wir bitten für alle, die ohne Vater oder Mutter aufwachsen, lass sie immer genug Menschen begegnen, damit sich auch in ihrem Leben Chancen auftun. Wir bitten aber auch für alle, die von ihren Vätern schlecht behandelt werden, lass sie Wege der Veränderung  entdecken.

Auf die Fürsprache des Hl. Josefs möge der Herr sie segnen!

Wir beschließen unsere Bitten mit dem Vater Unser und dem Gebet zum Heiligen Josef aus Patris Corde:

Sei gegrüßt, du Beschützer des Erlösers und Bräutigam der Jungfrau Maria. Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut, auf dich setzte Maria ihr Vertrauen, bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen. O heiliger Josef, erweise dich auch uns als Vater, und führe uns auf unserem Lebensweg. Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut, und beschütze uns vor allem Bösen. Amen.


6. Schlussgebet: Herr, im Blick auf den Heiligen Josef wollen wir mutige Menschen sein und bleiben, die immer wieder Wege der Zuversicht und des Lebens suchen und finden. Bewahre uns davor in diesen Zeiten der Pandemie unsere Aufgaben und Sorgen nur halbherzig und kraftlos zu erfüllen. Lass uns wie Josef mit Vertrauen und Ausdauer unterwegs bleiben. Amen.

7. Segen: Wir bitten in aller Stille um die Kraft des göttlichen Segens mit dem Zeichen des Kreuzes: Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


2. Tag der Novene am 12. März 2021

1. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.  Amen.


2. Wir beten ein Gesätz des Rosenkranzes und betrachten dabei Jesus, der ohne die Träume des Heiligen Josefs nicht überlebt hätte! Es sind die Engelsworte, die Josef im Traum hört, die ihm dann helfen, das Richtige für das Kind und seine Mutter zu tun.

3. Lesung:  Mt. 1, 18-25

4. Impuls: Josef musste den Mut haben, sich ganz anders zu verhalten, als es den damaligen Gewohnheiten entsprach. Er sucht nach Argumenten, bei Maria zu bleiben, obwohl damit zu rechnen ist, dass dies schwierig werden könnte. Die Worte des Engels im Traum verbunden mit der wertschätzenden Anrede "Sohn Davids", die Hinweise auf die Bedeutung des ungeborenen Kindes führen dazu, dass Josef die richtige Entscheidung trifft. Er lässt die beiden nicht alleine, auch wenn dies für ihn schwierig werden könnte. Auch heute brauchen wir Menschen, die auf ihre Träume und ihre Engel hören. Fragen wir uns, welche Überlegungen und Entscheidungen sich bei uns ändern könnten, wenn wir uns auf die Engelsworte einließen? Vielleicht denken  wir jetzt, dass wir ja noch nie einen Engel im Traum gehört haben. Wir sind einfach sicher, dass alles so bleiben kann wie es ist, da Gott uns keine besonderen Aufträge zutraut oder auch zumuten will?  Im Blick auf Josef sollten wir uns anders sehen. Gott braucht uns Menschen. Er wirkt sein Heil nicht einfach ohne uns. Unsere Mitwirkung ist gefragt. So wie Josef die Alltagspflichten eines Vaters und Ehemannes übernimmt,  seinen Pflichten als Handwerker nachkommt, so können wir im Alltag unseres ganz normalen Lebens immer wieder die Möglichkeit schaffen, dass Gott in dieser Welt ankommen und auch zu Wort kommen kann. Es gibt diese Engel mit den Gottesworten für jeden von uns. Bemühen wir uns um eine neue Achtsamkeit, sie zu hören und danach zu handeln!


5. Bitten:

Wir bitten für alle, die sich vor ihren Aufgaben und Pflichten fürchten und kaum noch zur Ruhe kommen.

Auf die Fürsprache des Hl. Josefs möge der Herr sie segnen!

Wir bitten für alle, die sich auf Gott einlassen und ein Leben mit ihm wagen: Im Beruf, in der Familie, in der Freizeit und wo auch immer.

Auf die Fürsprache des Hl. Josefs möge der Herr sie segnen!

Wir bitten für alle, die nach dem Sinn ihres Lebens fragen.

Auf die Fürsprache des Hl. Josefs möge der Herr sie segnen!

Wir bitten für alle, die keine Kraft mehr haben und gerne dem täglichen Druck entkommen möchten.

Auf die Fürsprache des Hl. Josefs möge der Herr sie segnen!

Wir beschließen unsere Bitten mit dem Vater Unser und dem Gebet zum Heiligen Josef aus Patris Corde:

Sei gegrüßt, du Beschützer des Erlösers und Bräutigam der Jungfrau Maria. Dir hat Gott seinen Sohn anvertraut, auf dich setzte Maria ihr Vertrauen, bei dir ist Christus zum Mann herangewachsen. O heiliger Josef, erweise dich auch uns als Vater, und führe uns auf unserem Lebensweg. Erwirke uns Gnade, Barmherzigkeit und Mut, und beschütze uns vor allem Bösen. Amen.

6. Schlussgebet: Herr, es ist nicht leicht, in der Vielzahl der Stimmen, Meinungen und Medien dein Wort herauszuhören.  Wie Josef wünschen wir uns die Einsicht, die ihm der Engel im Schlaf ermöglicht. Mögen gute Gespräche, Gebete und Nachsinnen auch uns befähigen, unsere Träume zu sehen und dein Wort in diesen zu verstehen. Amen.

7. Segen: Wir bitten in aller Stille um die Kraft des göttlichen Segens mit dem Zeichen des Kreuzes: Im Namen des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.